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Vogelgrippe (Aviäre Influenza)
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Die Krankheit
Die Vogelgrippe (aviäre Influenza; Geflügelpest ) ist eine durch ein Virus mit der Bezeichnung H5N1 hervorgerufene
anzeigepflichtige Tierseuche, von der Hühner, Puten, Gänse, Enten und wildlebende Vögel betroffen sind. Es sind
fünf Virusstämme bekannt, von denen das H5N1 das gefährlichste ist. Eine Infektion mit den aggressiveren
Virusstämmen führt zum Tod der betroffenen Vögel. Erkrankte Vögel werden apathisch, bekommen Fieber,
Atembeschwerden und Durchfall. Nach einer Inkubationszeit von einigen Tagen sind fast alle Tiere im Bestand infiziert.
Sie legen keine Eier mehr und sterben nach kurzer Zeit.
Die Vogelgrippe ist auf den Menschen übertragbar; die Moralität (Sterblichkeit) ist sehr hoch. Gefahr für den
Menschen besteht aber vor allem bei gleichzeitiger Infektion mit Influenza, da in diesem Fall sein Immunsystem geschwächt ist.
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Die Ausbreitung
Die Vogelgrippe bricht immer wieder aus und erreicht dabei stets neue Länder. Für die unaufhaltsame Verbreitung sorgen Wildtiere
und der internationale Handel mit Geflügel. Der letzte Ausbruch der Vogelgrippe (mit einem Todesopfer) in Europa war im Frühjahr
2003 in Holland.
Die Situation verschärft sich, da das Virus H5N1 2004/2005 in Schweinen nachgewiesen wurde und bestimmte Vogelarten
widerstandskräftiger gegenüber der Seuche geworden sind; also länger als Virenausscheider dienen.
Anders als befürchtet nähert sich die Vogelgrippe nicht von aus Russland über den Ural Europa, sondern scheint den Umweg
über Asien und den Balkan zu nehmen.
Einen Überblick über die Verbreitung bis 2004 erhalten Sie, wenn Sie auf das Bild links klicken.
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Die Ansteckungsgefahr
Die Vogelgrippe ist kaum direkt auf den Menschen übertragbar, weil das Virus an Vögel angepasst ist. Ist jedoch das Immunsystem des
Menschen, etwa durch eine Influenza, geschwächt, erleichtert dies dem Virus offenbar das Eindringen in den menschlichen Organismus.
Ansteckungsgefährdet sind vor allem jene Menschen, die auf engstem Raum mit lebenden Geflügel zu tun haben.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht sicher nachgewiesen. Was jedoch viele Wissenschaftler fürchten: Das beherrschbare
Influenza-Virus und das Vogelgrippe-Virus tauschen ihr Erbgut aus und bilden dabei ein neues Virus, welches von Mensch zu Mensch
übertragbar ist.
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Terror-Szenario
Vorstellbar ist: Das Einschmuggeln infizierter Nutzvögel und nachherige Aussetzen in einem gesunden Nutzvögelbestand.
Folgen
Unweigerlicher Ausbruch der Pandemie unter den Nutzvögeln; Erkrankungen der Tierhalter; Zwang zur Massenvernichtung von
Nutzvogelbeständen; Vertrauensverlust der Konsumenten in Vogelprodukte; schwerer wirtschaftlicher Schaden.
Schutz
Das renommierte Robert-Koch-Institut hat Empfehlungen für den Fall herausgegeben, dass das Virus tatsächlich auf den Menschen
übertreten sollte. Personen, die in engem Kontakt zu kranken Tieren stehen, sind dann gesetzlich dazu verpflichtet, die entsprechenden
Schutzmaßnamen zu ergreifen. Es gibt einen Bundesmaßnahmenkatalog dafür. Sinnvoll sind geeignete Schutzkleidung,
Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille. Siehe Schönwolf Safety
Ist ein kurzzeitiger, enger Kontakt zu möglicherweise infizierten Vögeln nicht zu vermeiden, so muss auf jeden Fall
verlässlicher Vollschutz mit Maske getragen werden.
Ist enger Kontakt zu Vögeln und deren Haltern nicht notwendig, so reicht zum Schutz die Maske FFP3. Dabei gilt: Besser ein großer
Bestand an FFP3 Masken, als leere Regale und lange Gesichter im Notfall!
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Warum Masken kaufen?
Sanitäts- und Ordnungspersonal muss sich um eine Ausstattung gegen Infektionen keine Sorgen machen. Es ist aber nicht zu erwarten, dass
Schutzausrüstung im Epidemiefall an die Zivilbevölkerung verteilt wird. Daher: rechtzeitig privat vorsorgen! |
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Ist die Vogelgrippe zurzeit eine ernstzunehmende Gefahr?
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Acht Gründe, warum sie es nicht ist
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Acht Gründe, warum sie es ist
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| 1. |
Es gibt hierzulande noch keinen Fall von Vogelgrippe.
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1. |
Im Fall einer Pandemie sollten wir aufhören, in Staatsgrenzen zu denken. Wird ein verendeter Vogel gefunden, kann die Seuche schon viel
weiter gezogen sein.
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| 2. |
Für den Menschen dramatisch wird die Vogelgrippe erst, wenn das Virus der Tierseuche mit dem der normalen Influenza zu einem neuen
Virus mutiert.
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2. |
Das Vogelgrippevirus ist bereits als solches für den Menschen gefährlich; nicht erst nach dem Zusammentreffen mit dem normalen
Influenzavirus. Der Austausch von Genen zwischen dem Vogelgrippevirus und dem Influenzavirus stellt den schlimmsten anzunehmenden Fall dar.
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| 3. |
Die Vogelgrippe hat bislang nur zu etwas mehr als 60 Todesopfern geführt.
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3. |
Nichts und niemand garantiert uns, dass dies auch so bleibt. Jede noch so kleine Veränderung bzw. Anpassung des Vogelgrippevirus
kann die Infektions- und Sterberate noch oben treiben.
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| 4. |
Ist die Infektion von Mensch zu Mensch möglich, stehen zwei Millionen Tamiflu zur Verfügung.
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4. |
Ist die Infektion von Mensch zu Mensch möglich, muss erst ein Mittel gefunden werden, weil Tamiflu nicht dagegen entwickelt worden ist.
Es ist zur Behandlung einer Influenza gedacht.
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| 5. |
Im Fall einer Pandemie ist für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur gesorgt. Schlüsselpersonal erhält Tamiflu.
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5. |
Die weitaus größte Zahl der Menschen geht jedoch leer aus. Genauso verhält es sich mit Atemschutzmasken: Im
Pandemiefall ist für den zivilen Markt nichts mehr vorhanden.
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| 6. |
Das Fleisch hiesiger Vögel kann ohne Bedenken gegessen werden. Durch Kochen wird das Virus für den Menschen unschädlich.
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6. |
Das wollen wir gern glauben. Nach regelmäßigen Lebensmittel-Skandalen (der letzte in Bayern mit der Umetikettierung von
Schlachtabfall zu Lebensmitteln) ist aber auch das nicht mehr so sicher.
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| 7. |
Für Geflügel gilt Stallpflicht, damit es nicht in Kontakt mit den Ausscheidungen von Wildvögeln kommt.
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7. |
Grundsätzlich kann das Virus auf alle Tiere übertragen werden. Die Stallpflicht für Geflügel ist eine zwar sinnvolle,
aber unvollständige Maßnahme.
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| 8. |
Bricht die Epidemie aus, steht nach acht Wochen ein Impfstoff zur Verfügung.
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8. |
Nach kurzer Entwicklungszeit eingesetzte Medikamente sind stets problematisch: Entweder lässt die Wirkung zu wünschen übrig oder die Nebenwirkungen sind gefährlicher als die Krankheit.
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PDF-Datei „Manual FluAVison™”
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